Gemeinde Adelmannsfelden

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Das Bundesarchiv ist eine obere Bundesbehörde im Geschäfts-bereich der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien. Es wurde 1952 begründet und arbeitet seit 1988 auf der Grundlage des Bundesarchivgesetzes.

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Chronik von Adelmannsfelden

Erstmalig erwähnt wurde der Ort als „Adelmannsvelden“ in den Ellwanger Annalen, die zwischen 1113 und 1136, zur Zeit von Abt Helmerich (Klostervorsteher der damaligen Benediktinerabtei Ellwangen) entstanden sind. Adelmannsfelden kann daher auf eine fast 900-jährige Geschichte zurückblicken und wird dieses Jubiläum im Jahr 2018 gebührend feiern.

Die aus dem Alemannischen stammende Endung –(v)felden des Ortsnamens lässt darauf schließen, dass es sich um eine Siedlung auf einem waldfreien, relativ ebenen Gelände handelte. Vermutlich wurde die auf einem Hochplateau gelegene Fläche bereits ab dem 8. Jahrhundert besiedelt. Namensgebend für den Ort war das alte schwäbische Adelsgeschlecht der Familie Adelmann, im 13. Jahrhundert Erbauer der örtlichen Burg, die jedoch wohl aus finanziellen Gründen bald weiterverkauft wurde. 1882 erst wurde die Familie Adelmann wieder im Ort ansässig, nachdem sie das anstelle der Burg 1761 fertig gestellte Schloss zurückerwarb.

Die Herrschaft über den Ort Adelmannsfelden wechselte im Mittelalter mehrfach. Adelmannsfelden gehörte den Grafen von Oettingen, der Abtei Ellwangen, den Schenken von Limpurg sowie den Herren von Vohenstein. Durch den Beitritt der Schenken von Limpurg 1561 zur Reformation wurde Adelmannsfelden evangelisch.

Franziska Theresia von Bernerdin

1806 fiel Adelmannsfelden an das als Folge der napoleonischen Kriege entstandene Königreich Württemberg. Ab 1810 gehörte der Ort zum neugebildeten Oberamt Aalen, das 1938 von den Nationalsozialisten in den Landkreis Aalen übergeführt wurde. Seit der Kreisreform 1973 ist Adelmannsfelden Teil des Ostalbkreises.

Berühmteste Tochter von Adelmannsfelden ist Franziska Theresia von Bernerdin, die spätere Gräfin von Hohenheim und zweite Frau von Herzog Carl Eugen zu Württemberg. Diese ist im Jahr 1748 im „Schlössle“, einem unscheinbaren Gebäude am Dorfweiher, geboren. Seit dem 250. Geburtstag Franziskas, im Jahr 1998, ist das Geburtshaus mit einer Gedenktafel versehen.

Prägend für den Ort waren noch im 18. und 19. Jahrhundert neben der Landwirtschaft zahlreiche, inzwischen ausgestorbene Handwerkszweige. Sehr verbreitet war zum Beispiel die Siebmacherkunst, was an einem goldenen Sieb als Helmzier des Stammwappens der Familie Adelmann sichtbar wird.

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